Das Paket aus Belgien
Alles begann mit einem ganz alltäglichen Telefonat, lockerem Smalltalk und der Erzählung einer Freundin. Sie berichtete mir von ihrer eigenen Spurensuche und davon, wie intensiv sich Jenny in die Familienforschung kniet – Stammbäume zeichnet, Personen recherchiert und historische Puzzleteile sammelt. Doch egal, wie tief sie gruben: Peter blieb spurlos verschwunden.
Im Raum schwebte die Geschichte eines geheimnisvollen Pakets einer Tante aus Belgien, gefüllt mit alten Familienunterlagen. Da ein Journalistenausweis in Archiven und bei Behörden manchmal verschlossene Türen öffnen kann, bot ich spontan meine Hilfe an.
Am Sonntag, dem 12. Juli, trafen wir uns zum ersten Mal. Gemeinsam saßen wir vor den alten Dokumenten aus dem Belgien-Paket, lasen verblasste Zeilen, sortierten Schriftstücke und legten das erste Flipchart an. Die Spurensuche hatte offiziell begonnen.