Spurensuche in sächsischen Archiven
Wir richteten unsere Anfragen gezielt an die großen Archive: das Hauptstaatsarchiv und das Stadtarchiv Dresden. Vom Hauptstaatsarchiv kam prompt der erste entscheidende Hinweis – ein echter Durchbruch! Ein historisches Dokument belegte den Transport 4881 von Eggesin nach Bischofswerda.
Da zwei Kinder aus diesem Transport unterwegs ins Krankenhaus mussten, wandten wir uns an das Stadtarchiv Bautzen. Die Antwort kam schnell: Dokumente zum Krankenhaus gab es dort nicht mehr (wir wurden an den Archivverbund verwiesen), aber die Archivare legten der Antwort die Kopie einer historischen Kinderkartei bei.
Beim Lesen stellte sich jedoch Verwirrung ein: Der erfasste Vorname lautete plötzlich Reinhold. Sämtliche anderen Eckdaten – das Geburtsdatum und der Eintrag zum Kinderheim in Dresden Radeberger Straße – stimmten exakt überein. Hatte sich hier ein Übertragungsfehler eingeschlichen?
Am 30. Juli besuchten wir persönlich das Stadtarchiv Dresden, wo wir jedoch erfahren mussten, dass die relevanten Akten aus jener Zeit noch immer beim Jugendamt lagen.