Manchmal braucht es verschiedene Blickwinkel, um die Vergangenheit wieder lebendig zu machen. Bei uns treffen drei Generationen aufeinander, um vergessene Orte zu entdecken, ihre Geschichte zu bewahren und sie im Bild festzuhalten. Jeder von uns bringt seine ganz eigene Superkraft mit auf unsere Touren.
Der Kleine – Unser Wirbelwind & Abenteurer
Wo andere nur alte Mauern sehen, sieht er das nächste große Abenteuer. Als jüngstes Mitglied unseres Trios ist er immer für ein Späßchen zu haben, hält die Truppe bei Laune und sorgt dafür, dass trotz aller Ernsthaftigkeit der Historie der Spaß nie zu kurz kommt. Er bringt die nötige Portion Entdeckergeist mit, die man für die Geheimnisse der Vergangenheit braucht.
Der Große – Der Historiker & Scout
Ihn packt der detektivische Ehrgeiz. Bevor wir auch nur einen Fuß vor die Tür setzen, verbringt er Stunden mit der Recherche und der Lokalisierung der Lost Places. Zusammen mit mir gräbt er die faszinierenden Geschichten aus, die sich hinter den verlassenen Fassaden verbergen. Er findet die Antworten darauf, wer hier gelebt oder was hier produziert wurde.
Ich (Die Älteste und Oma) – Die Logistikerin, Rechercheurin & Stimme des Blogs
Als Kopf des Trios halte ich die Fäden in der Hand. Ich plane die Logistik unserer Touren, mache den Sicherheits- und Objektcheck vor Ort und stecke – genau wie mein Sohn – tief in der historischen Recherche der Gebäude. Am Ende bin ich diejenige, die all unsere gemeinsamen Erlebnisse und die gefundenen Fakten hier im Blog für euch in Worte fasst.
Gerda – Archivrecherche & Faktencheck
Sie wühlt sich durch verstaubte GSSD-Dokumente, alte Lagepläne und historische Chroniken. Wenn wir draußen im Feld die Kamera glühen lassen, hält Gerda uns im Hintergrund mit knallharten Fakten den Rücken frei.
Unsere Gastschleicher-Brigade:
Der Opa – Unser treuer Gast-Schleicher
Nicht immer, aber immer mal wieder mit von der Partie: der Opa! Wenn ein Ort seine Neugier weckt und ihn besonders fasziniert, schnürt er ebenfalls die Stiefel und unterstützt uns mit seiner ganz eigenen Perspektive auf die Dinge.
Das Schatten „Twin“ -Ein unersetzbares Backup auf jeder Tour
Als Scout´s Zwilling teilt sie nicht nur die DNA, sondern auch die unaufgeregte Neugier auf das Unbekannte. Sie war schon da, als das Urbex-Fieber bei uns noch in den Kinderschuhen steckte und wir unter dem Banner des Geocachings die Welt erkundeten. Sie schleicht nicht, um die lauteste Story zu erzählen oder im Rampenlicht zu stehen – sie kommt mit, weil das Abenteuer ruft, das Unterholz lockt und weil die besten Erinnerungen die sind, die man als Familie teilt. Lautlos, treu und von Tag Eins an Teil der Crew!
Rookie
Zwei Jahre älter als unser kleiner Wirbelwind – und damit genau im perfekten Alter, um als neuer Junior-Scout das Gelände zu erkunden! Für Rookie tut sich bei unseren Touren eine völlig neue Welt auf: Weg vom Bildschirm, rein ins echte Abenteuer. Wo andere nur alte Steine sehen, spürt er als neuer Mitstreiter der Schleicherfamilie sofort das Entdeckerfieber. Willkommen im Team!
Möhrchen (Die mutige Oma)
(Fast) In meinem Alter, Oma von Rookie – und die wahrscheinlich unerschrockenste Wald-Gängerin der Truppe! Während andere die profiliertesten Wanderschuhe schnüren, meistert Möhrchen das Unterholz eiskalt im Sommer-Style: in Flip-Flops! (Hihi…) Ein absolutes Unikat, das mit Witz, Gelassenheit und erstaunlicher Trittsicherheit beweist, dass man für echte Abenteuer vor allem die richtige Einstellung braucht.
Stachel-Queen 🐝
Ihr allererster Lost Place – und sie trat an wie für ein Sommer-Fotoshooting: Shorts, Bauchfrei, Sandalen und die Kamera fest in der Hand! Das Terrain zeigte sich allerdings von seiner rauhen Seite: Nach einer Bekanntschaft mit der heimischen Insektenwelt und einem ordentlich dicken Fuß ist sie offiziell im Schleicher-Alltag getauft! Trotz Schwellung gilt: Kamera gerettet, Taufe bestanden, Wiederholungstäterin garantiert!
Warum wir das tun
Wir sind keine „Grusel-Urlauber“ auf der Jagd nach dem schnellen Nervenkitzel. Für uns sind diese verlassenen Orte Industriedenkmäler und architektonische Zeitkapseln. Dass wir diese Orte als Familie über Generationen hinweg gemeinsam erleben und dokumentieren dürfen, macht jede Tour zu etwas ganz Besonderem.
Wir schleichen respektvoll, hinterlassen nichts außer Fußabdrücken und bringen euch die Geschichten und die Ästhetik des Verfalls mit nach Hause.
Unser Ehrenkodex & Schutz der Objekte
Da uns der Denkmalschutz und der Respekt vor dem Eigentum ein tiefes Anliegen sind, arbeiten wir nach strengen, internen Richtlinien. Unser Projekt unterscheidet sich bewusst von reinen „Lost-Place-Plattformen“:
- Sicherheit & Respekt vor Eigentum: Wir betreten keine akut einsturzgefährdeten Gebäude und erzwingen niemals gewaltsam Zutritt. Türen oder Fenster werden für ein Foto nicht beschädigt. Wo immer möglich, suchen wir im Vorfeld den offiziellen Dialog mit Eigentümern, Kommunen oder Insolvenzverwaltern, um legale Begehungsgenehmigungen zu erhalten.
- Schutz vor Vandalismus (Die Archiv-Verschlüsselung): Um sensible Orte vor Plünderung, Metalldiebstahl und illegalem Tourismus zu schützen, nennen wir auf diesem Blog keine Echtbezeichnungen, keine Ortsnamen und keine GPS-Daten (ausgenommen öffentlich bekannte Denkmäler).
- Militärobjekte werden von uns nach historischen Atlas- und Liegenschaftsnummern benannt.
- Industrieobjekte werden anonymisiert als „Werk“ deklariert (z.B. Werk XIV – Die verlassene Ziegelei).
- Die Deutschlandkarte: Auch die Pins auf unserer interaktiven Projekt-Karte werden von uns bewusst nur vage auf Landkreisebene gesetzt. So bleibt die Dokumentation für Historiker und Leser spannend, bietet Vandalen jedoch keinerlei Anhaltspunkte.